Harvard-Konzept der Strategieentwicklung. Der Begriff Strategie wurde in den 50er Jahren in den Business Policy-Kurs an der Harvard Business School (HBS) eingeführt. Seit dem Jahr 1911 wurde das Business Policy Konzept als Lehrgang der HBS für das Senior Management Training aufgenommen. Im Harvard-Konzept wird unter der Unternehmensstrategie die Festsetzung der langfristigen Ziele des Unternehmens sowie deren Politik und Handlungsmaßnahmen zur Verwirklichung dieser Ziele verstanden. Innerhalb der Unternehmensstrategie werden dabei auch Strategien für einzelne Geschäftsbereiche berücksichtigt. Nach diesem Konzept wird die Unternehmensstrategie in Strategieformulierung und Strategieimplementierung unterschieden. Nachfolgend sind die einzelnen Schritte des Harvard-Konzepts dargestellt. Außerdem wird das Konzept in der folgenden Grafik dargestellt.[4][5]

1. Identifikation des „Strategischen Profils“

2. Analyse relevanter Umweltausschnitte

3. Strategische Prognosen

4. Analyse der Unternehmensstärke und -schwäche

5. Ressourcenanalyse

6. Entwicklung der strategischen Handlungsalternativen

7. Konsistenztest

8. Strategische Wahl

Fünf Phasen Modell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Harvard Konzept wurde im deutschen Sprachraum hauptsächlich von Bircher und Hinterhuber aufgegriffen. Basierende auf dem Harvard Konzept wurde ein Fünf-Phasen-Modell von Hinterhuber entwickelt. Im Vergleich zum klassischen Konzept wird ein neuer Ansatz des Portfoliomanagements in der Unternehmensstrategie integriert. Fünf konkrete Phasen umfassen:[6]

Phase: Analyse der gegenwärtigen Situation und der Aussicht
Phase: Strategieformulierung
Phase: Erstellung der strategischen Planung und der Politik
Phase: Umbau der Organisation nach den Strategien
Phase: Umsetzung der Strategien
Ressourcenbasierter Strategieansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Harvard-Konzept spielen interne Ressourcen eines Unternehmens kaum eine Rolle. Mit der zunehmenden Betonung von internen Unternehmensressourcen wurde der ressourcenbasierte Strategieansatz in den frühen 1990er Jahren aufgestellt. Der ressourcenbasierte Strategieansatz legt den Fokus auf der Ausrichtung der Strategieentwicklung nach den internen Ressourcen. Nach diesem Konzept wird die Unternehmensstrategie angesichts des entstehenden Bedürfnisses im Markt und in der Kombination mit den Ressourcen innerhalb eines Unternehmens entwickelt. Dies sichert einen langfristigen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen. Darüber lässt sich die Integration von den internen Ressourcen und der organisatorischen Fähigkeiten zur Nutzung dieser Ressourcen als Kern-Kompetenz in Betracht kommen.[7]

Strategie nach Porter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schon Michael E. Porter rückt leicht vom Konzept der Planbarkeit ab. Für ihn ist nicht langfristige Planung relevant, sondern die Fähigkeit, auf der Grundlage einer längerfristigen Betrachtungsweise einen Wettbewerbsvorteil zu entwickeln, der auf klaren Unterscheidungsmerkmalen beruht.


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